20140507 Melodienzauber
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07. Mai  2014

Melodienzauber beim Limbacher Bürgertreff

Am 07. Mai 2014 lud der Limbacher Bürgertreff zum fünften mal zu der Veranstaltung “ Melodienzauber” ein.
Diesmal wurde das Saxophon, genauer gesagt das klassische Saxophon vorgestellt.

Es musizierten 12 Studenten und Studentinnen aus den Klassen von Frau Lisa Schuler und Prof.Günter Priesner, der auch durch den Abend führte. Alle jungen Musikerinnen und Musiker studieren an der Hochschule für Musik Nürnberg.

Das Publikum zeigte sich sichtlich begeistert von der Qualität der Darbietungen und der Vielseitigkeit des Instrumentes.

Prof. Priesner stellte die ganze Instrumentenfamilie des Saxophon`s vor, das seinen Namen durch seinen Erfinder und Erbauer Adolpho Sax erhielt.

Ursprünglich suchte man im 19. Jahrhundert nach einem Instrument, das in den damaligen Blasorchestern die Register der Holzbläser akustisch verstärken sollte. Durch die Erfindung  im Jahr 1842 und die Erweiterung auf die ganzen Register, vom Sopranino bis zum Subkontrabaß-Saxophon wurde die Saxophonfamilie bevorzugt in der französischen Militärmusik eingesetzt.
Solo- und Ensembleliteratur gab es zu diesem Zeitpunkt natürlich noch nicht.
So behalfen sich die Musiker mit Konzertmusik der klassischen Holzblasinstrumente, wie Oboe, Flöte oder Fagott.

Bis zum heutigen Tag gibt es viele Komponisten die eigens für  dieses Instrument Literatur erschufen und damit das klassische Saxophon immer bekannter machten.

Das erste Originalquartett für Saxophone stammt von dem Komponisten Jean Baptiste Singelèe und wurde an diesem Abend  von den jungen Musikerinnen und Musikern hervorragend vorgetragen.

Das Publikum konnte Musik vom 16. bis zum 20. Jahrhundert hören und feststellen, dass man mit einem Saxophonensemble musikalisch nahezu alles machen kann.

Stücke wie die Canzona varièe von Alexander Glazounov (1885-1936), “Here To There” von Michael Nyman, “Cha Cha” aus” Westside Story” von Leonard Bernstein oder Làrlesienne von Georges Bizet für 9 Saxophone begeisterten die Zuhörer.

Prof. Günter Priesner moderierte beschwingt durch den Abend und ließ dabei auf zauberhafte Weise noch ein rotes Tüchlein verschwinden, denn er ist neben seinem  künstlerischen Hauptberuf, noch ein begeisterter  Hobbyzauberer.

Es war ein gelungener Konzertabend, der sicherlich eine größere Zuhörergemeinde verdient hätte.

Schade, dass viele Mitglieder und die Gemeinde dieses kulturelle Angebot nicht besser  annehmen. Man kann davon ausgehen, dass diese jungen Künstler und Künstlerinnen ihren Weg machen werden und dann nicht mehr in diesen Formationen und zu diesen Bedingungen für uns zu hören sind.

Silvan Koopmann

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