20120929 Ged-Weinfahrt in die Steiermark
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Die Franken in der Steiermark
        am Oktober 2012

Wenn ich heut` vortrag mein`n Bericht,
wie immer in der Form eines Gedicht(s),
so wird er deutlich kürzer sein,
weil man mir brockte heuer ein
einen Reisebericht zu verfassen –
so will ich nur mehr kurz mich fassen.

Die Fahrt in`d schöne Steiermark
von Österreich – war wirklich stark.
Die Landschaft wie die der Toskana,
hügelig mit Weinbergen in bella Italiana,
auf denen thronte das Winzerhaus.
Hier sah es eine wenig anders aus:
Die Hügel sehr viel höher waren,
statt Zypressen standen Pappeln in Scharen.
Dazwischen waren Wäldergruppen,
die sich als Farbkleckse entpuppen.
Doch Wein gibt’s hier wie dort:
Wir kosteten ihn immer fort
von der Winzer Buschenschänke
gar reichlich wie`s Vieh bei der Tränke.
 

Daneben gabs auch noch Kultur,
Besichtigungen und Wissen pur,
das uns Reiseführer nahe brachten,
verlangten, dass wir schon mitdachten.
Vor allem Jutta, sie zeigte uns Graz
im Schnellsprechkurs, wie auf der Hatz.
Nur ein paar Stationen seien genannt:
Vom Hauptplatz, Herrengasse zum Dom gerannt
den Burgberg mit dem Glockenturm
erstiegen wir gleich wie im Sturm.
Wir blickten auf das Stachelschwein,
das Kunsthaus, könnt auch `ne Leber sein.
 

Die Mur teilt die Stadt in zwei Teile,
der noble, alte Osten, man gern verweile,
wogegen im Westen wird gejobbt,
da sind die Firmen, viele topp
für Autoindustrie – Allradantrieb-
ist etwas, was mir im Gedächtnis blieb.
 

Dann fuhren wir mit dem Bus durch die Stadt,
die Jutta sprach, so schnell, ich war platt,
durch Villenviertel, hießen Pensionopolis,
Offizierspensionäre hatten hier ihren Sitz.
Heute leben hier viele Studenten:
Das Leben tat sich hier ziemlich wenden,
von den Alten zu der Jugend hin –
das ist fürwahr des Lebens Sinn!
 

Am nächsten Tag dann Maribor –
Die Führung kam mir anders vor,
so dass ich mich kann kürzer fassen:
die Gründung wollt man nicht den Römern lassen!
Eher so im 12ten Jahrhundert
entstand die Marburg – verwundert?
Von besonderer Bedeutung ist die alte Rebe,
die seit 4 Jahrhundert an der Wand lang strebe
und immer noch 25 Liter Wein erbringt.
Sie war am Festtag von Leuten umringt!
Vorbei an der Synagoge, hinauf zum Dom,
geweiht dem Johannes dem Täufer schon;
Slomsek, der Bischof, bildete Priester aus
und der Papst machte `ne Seligsprechung daraus.
Der Marktplatz mit der Säule inmitten –
Ein ansprechendes Ensemble – unbestritten.
 

Wir verließen die Stadt, nicht so sehr angetan –
Es lag ein wenig am Führer dran.
Und bald waren wir wieder im Heimatland
von Klaus Koppe, mit dem uns verband
der Wein – Welschriesling – meist pur,
genossen wir wieder die Weinkultur,
in Gamlitz bei Nekreps Buschenschank
bekamen wir `ne Jause und guten Trank
und bald waren wir vom Weine beseelt
und fröhlich, es hat keinem was gefehlt!
 

Die Riegersburg, ein Highlight, ein Muss
und die Führung – ein Hochgenuss.
Um 1100 erbaut, wann genau und von wem
war nicht bekannt, eine Trutzburg gegen wen?
Gegen die Türken, die die Festung stürmen,
sie scheitern an den Mauern und Türmen.
Die Burgherrn beuteten die Bauern aus,
soffen selbst und hatten täglich `nen Rausch
bis die Gallerin machte dem ein End:
Elisabeth, Katharina von Gallen keiner sie nennt.
Unter ihr lebten die Bauern wieder auf:
Sie war klug und baute vieles auch drauf.
Ihr Wahlspruch war: Bauen ist  meine Herzenslust
und was es kostet, ist mir wurst.
Von 1607 bis 72 lebte sie dort droben,
kämpfte gegen Pfaffen, ohne den Segen von oben.
Denn der Hexenwahn breitete sich aus-
Die Blumenhexe, ihre Zofe, bekam den Garaus.
Viele Geständnisse wurden durch Folter erpresst
und die Pfaffen mischten mit, schlimmer als die Pest.
Die Gallerin musste ebenfalls dran glauben,
trotz Kämpfen gegen ihren jungen Gemahl, den „Tauben“.
Der Rittersaal, das Schlafgemach, von ihr schmuck gestalt`t
war sehr gelungen – wir verlassen die Burg bald.
Und strebten dem Weine zu – Heiligenbrunn,
wo wir tranken den Uhudler gleich`m Wasser aus`m Brunn.
Und bald waren die Zungen locker und frei –
Frohsinn und Lachen waren als Genossen dabei.
 

Die letzte Station war Bad Blumau.
Da war der Himmel alles andere als blau.
Es war das Wetter, das Hundertwasser mag,
nannte er sich doch auch Regentag,
und Friedensreich und Dunkelbunt.
Man hörte auch, er wäre ein sturer Hund.
Doch mit der Therme schuf er ein Gesamtkunstwerk!
Er ging mit kreativen Ideen zu Werk!
Die Farben an den Häuserfronten,
die Formen dieser Häuser konnten
gar nicht ausgefallen genug sein.
Dazu fielen ihm auch tolle Namen ein:
Erd- und Augenschlitzhäuser,
sowie Stamm- , Kunst und andere Häuser.
Bei Bohrungen nach Öl man fand
das Heilwasser, das aus dem Boden kam,
war 100 Grad Celsius heiß und gesund.
Herr Rogner kaufte dann das ganze Rund,
fand noch zwei Quellen mit heilendem Wasser,
so dass jetzt alles zusammenpasser(d).
Er brauchte jetzt nur noch `nen Architekt!
Er lernte kennen – Hundertwasser – hat ihn entdeckt:
„Ich hab ein Wasser 100 Grad heiß!
Du Hundert-Wasser – auf mein Geheiß,
Du bist mein Mann, das Schicksal will es,
die Energie des Wassers, spürst es?“
Hundertwasser sitzt eine Stunde im Wasser!
Dann ruft er: „Ich machs, ich der Hundertwasser!“
 

Danach fuhren wir durch das Klaus Koppe Land,
wo er zurück zu seiner Jugend fand,
und manchen Schwank er von sich preis gab.
Und langsam strebten wir nach dem Ort, den jeder mag:
Vogel`s Buschenschank, wo wir uns labten.
Keiner, wo wir nur die Vesperbretter schabten.
Es gab Verhacketes, Käse, Würste und Kren:
Viele Tränen flossen, und dennoch war`s schön,
wie bald die ausgelassene Stimmung verriet
und man sich im gesamten Raume rumtrieb,
alle miteinander scherzten und lachten
und wir uns so weinselig näher brachten.

Auf der Heimfahrt nach Schwabach besuchten wir Linz,
eine Stadt, die in Oberösterreich finds(t).
Wir verzehrten dort die Essensreste
von Vogels Vesper, noch das Beste,
ließen uns führen von beiden Christinas
die uns erzählten Linz`sche Intimas,
von Hauptplatz, der Herrengasse, bis zum Dom,
den wir ob seiner Größe bewunderten schon.
Fuhren mit Dieter durch die ganze Stadt,
bis wir waren alle ziemlich platt.
 

Wie immer sag ich meinen Dank
dem Peter, der die Fahrt ersann!
Zusamm mit Koppe Klaus dem Steierer,
der half kräftig mit als Weintrink und –feierer.
Mein Dank gilt Dieter, unserm Fahrer,
wie immer sicher und routiniert fahrt er
uns überall hin, wo wir hinwollten.
Der Heide, Servicefrau, wie sie sein sollten!
Es war wie immer eine tolle Fahrt-
Danke allen, das ihr mit dabei ward!
 

Peter Dillig


Weiss-neu02

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